Gesellschaftslehre

 

Der Lernbereich Gesellschaftslehre setzt sich aus den drei Fächern Erdkunde, Geschichte und Politik zusammen, die in den Jahrgängen der Sekundarstufe I fächerübergreifend unterrichtet werden, da alle drei Querschnittsaufgaben beinhalten.

Die Vermittlung gesellschaftswissenschaftlichen Wissens trägt zum Aufbau eines Orientierungs-, Deutungs-, Kultur- und Weltwissens bei, das unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen soll, eine eigenen Identität zu entwickeln und selbständig Urteile zu fällen. Dies stellt die Grundlage für die Wahrnehmung eigener Lebenschancen und die reflektierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten dar.

Vor diesem Hintergrund tragen die drei Fächer des Lernbereichs Gesellschaftslehre ihre jeweils eigenständige Perspektive bei – zur Sensibilisierung der Lernenden für unterschiedliche Geschlechterperspektiven, zur Werteerziehung, zur Übernahme sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur nachhaltigen Entwicklung und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, zur kulturellen Mitgestaltung, zum interkulturellen Verständnis sowie zur Vorbereitung auf Beruf und Arbeitswelt.

Das Fach Erdkunde vermittelt Kompetenzen im Bereich naturgeographischer, ökologischer, politischer, wirtschaftlicher sowie sozialer Strukturen und Prozesse der räumlich geprägten Lebenswirklichkeiten.

Das Fach Politik trägt dazu bei, dass die Lernenden politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen verstehen lernen sowie kompetent beurteilen können. Es hilft dabei, dass Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, ein möglichst dauerhaftes und belastbares demokratisches Bewusstsein auszubilden, das sie dazu befähigt, als mündige Bürgerinnen und Bürger demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten.

Das Fach Geschichte hingegen vermittelt im Zuge der Auseinandersetzung mit vergangenen Zeiten und anderen Kulturen Wissen darüber, wie menschliche Gesellschaften entstanden sind, wie diese sich in den Dimensionen Zeit und Raum entwickelt haben und welche Entwicklungsprozesse bis in die Gegenwart hinein wirken. Es zeigt wie diese die gesellschaftlichen Verhältnisse prägen und dadurch das Urteilen und Handeln der Menschen sowie ihr Planen in der Zukunft beeinflussen.